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Mit Stil zum Ziel – der richtige Führungsstil

Ein großer Teil des Aufgabenpaketes eines Interim Managers ist die Führung eines Teams. Deswegen ist es wichtig, dass der Führungsstil zum Unternehmen, zum Aufgabenspektrum und zum Team passt.

Mit dem passenden Führungsstil kann der Interim Manager deutlich bessere Ergebnisse erzielen. Und wie in allen Situationen des Lebens, es gibt auch in diesem Bereich nicht die einzig wahre Lösung. Je nach Unternehmen, Team, Aufgabe und Rolle, werden unterschiedliche Führungsstile benötigt.

Deswegen ist es wichtig den Bereich Führung näher zu betrachten. Dabei gehe ich näher auf die Bereiche Führungsstil, Führungsrolle und Führungsart ein.

Der Führungsstil

Klassisch wird die Führung in neun Stile unterteilt: kontrollierend, koordinierend, delegierend, dirigierend, lenkend, motivierend, anleitend, kollaborierend und partizipierend. Der ideale Führungsstil erfordert meist einen Mix aus mehreren Stilen, um den Anforderungen gerecht zu werden. Im Zusammenhang mit der Rolle und der Art der Führung wird der Stil-Mix deutlich.

Führungsstil, Führungsart

Die Führungsrolle

Neben dem Führungsstil spielen auch die Rollen der Vorgesetzten eine entscheidende Rolle. Klassisch unterteilt man in Motivator, Mentor, Moderator, Koordinator und Inspektor. Die verschiedenen Rollen verlangen jeweils nach einem anderen Führungsstil. Auch in diesem Teil des Managements gibt es keine ideale Lösung.

Der Mentor fördert das Team in der Entwicklung. Dabei führt er empathisch und unterstützend. Für einen Mentor passt üblicherweise ein motivierender, lenkender und partizipierender Führungsstil sehr gut.

Die Rolle des Inspektors erfordert eher einen kontrollierenden Führungsstil. Der Inspektor erkennt Probleme, kontrolliert Ergebnisse und erkennt Optimierungsmöglichkeiten.

Der Koordinator behält den Überblick und übernimmt Verantwortung. Er leitet Projekte und weiß Aufgaben so zu verteilen, dass alle Aufgaben erfüllt werden. Der Führungsstil ist deswegen vorherrschend koordinierend und dirigierend.

Der Motivator spornt sein Team zu Höchstleistungen an. Sein Motto ist: mit viel Engagement hoch gesteckte Ziele erreichen. Der Führungsstil ist daher motivierend.

Nicht jede Management Funktion erfordert lediglich eine Rolle. Meist vereint der Interim Manager mehrere Rollen, weswegen die Rollenverteilung nicht in jeder Position gleich ist. Entsprechend dem Rollen-Mix fallen die Führungsstile unterschiedlich aus.

Führungsrolle

Die Führungsart

Zusätzlich zu der Rolle gibt es eine weitere Komponente, die den Führungsstil beeinflusst. Auch die Art der Führungskraft hat Einfluss auf den Führungsstil. Die klassischen Arten der Führungskraft sind Manager, Leader, Chef oder Experte. Die Führungsart wird beeinflusst von der Aufgabenstellung und der Unternehmensumgebung.

Manager führen eher durch Prozesse, Struktur, Regeln und Planung. Stile wie kontrollierend, lenkend und koordinierend passen sehr gut.

Leader hingegen führen mit Visionen und Innovationen. Hier greift ein partizipierender, kollaborierender und motivierender Führungsstil.

Die Experten führen überwiegend durch Fachwissen, Kompetenz und Erfahrung. Anleitung, Koordination und Dirigieren passt zu dieser Führungskraft.

Der Chef führt klassisch mit Macht und Hierarchie. Er gibt klare Vorgaben und trägt die Entscheidungen. Kreativität und Innovation passen weniger zu dieser Führungskraft.

Auch bei der Führungsart gilt, dass nicht jede Art der Führung allein auftritt oder gefordert wird. Ein Mix der Arten führt meist zum Ziel.  

Das Interim Management erfordert deswegen neben mehrjähriger Berufserfahrung und aktuellem Know-how auch ein Sammelsurium an Führungserfahrung. Obwohl jeder Interim Manager seinen eigenen Führungsstil hat, der am besten zum Wesen passt, erfordert trotzdem jeder Auftrag einen individuellen Mix von Führungsstil, -Rolle und -Art.